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Galizien -  
auf den Spuren der K.u.K. Monarchie




Diese Reise führt Sie in einen Teil der k.u.k. Monarchie, der in den Romanen von Joseph Roth meisterhaft beschrieben wurde. Wir besichtigen die zahlreichen Relikte dieser untergegangenen Welt und staunen, wie viele dieser Stätten noch erhalten geblieben sind. Denn vor allem unter Joseph II. wurde Galizien und die Bukowina zu "Musterländern"  der Donaumonarchie, in denen viele Investitionen getätigt und auch Verwaltungsreformen ausprobiert wurden.  

1. Tag: Wien - Krakau  
Am frühen Morgen Abfahrt in Wien. Unsere Busfahrt führt uns durch die reizvollen Landschaften der Karpaten, der Tatra und Beskiden nach Krakau, wo wir am späten Nachmittag eintreffen. Nachdem wir das Hotel bezogen haben, unternehmen wir einen ersten Rundgang durch die Altstadt. Zwei Übernachtungen.  

2. Tag: Krakau  
Heute steht eine ausführliche Besichtigung der alten Hauptstadt Polens auf dem Programm. Die Stadt wird nicht ohne Grund "polnisches Rom"  genannt - prächtige historische Bauten, Kunstdenkmäler und Kostbarkeiten in den Museen setzen den verwöhntesten Kunstliebhaber in Entzücken. Wir beginnen die Stadtbesichtigung am Marktplatz, einer der größten Europas. Er ist von prächtigen Renaissance- und Barockhäusern gesäumt, aber auch von der symbolträchtigen Marienkirche. Im Inneren sind zwei Meisterwerke von Veit Stoß zu bewundern: ein wertvolles Kruzifix und der Altar der Jungfrauen. In der Mitte des Platzes ziehen die eleganten Tuchhallen alle Blicke auf sich. Im Erdgeschoss des Renaissancegebäudes laden Kaffeehäuser zum Verweilen ein. Weiter geht es auf den Wawel, der immer schon das nationale Symbol Polens war: in der Kathedrale fanden die meisten polnischen Könige ihre letzte Ruhe, außerdem Nationalhelden und berühmte Dichter. Das imposante Königsschloss, einst Residenz der Jagiellonnen-Könige, blieb in seiner ganzen Pracht erhalten. Zum Abschluss spazieren wir durch das ehemalige jüdische Viertel. Dieser Teil der Stadt wurde in Steven Spielberg Schindlers Liste verewigt. Zu sehen gibt es hier kleine Geschäfte, die Alte Synagoge und viele koschere Restaurants, in denen abends Klezmer-Gruppen auftreten.  

3. Tag: Tarnow - Landshut - Przemysl  
Tarnow zählt zu den schönsten Städten Polens, seine günstige Lage an der nach Ungarn und in die Ukraine führende Handelsroute begünstigte eine lange Blütezeit. Wir bewundern das prächtige Renaissance-Rathaus und die Arkadenhäuser am Marktplatz, aber auch die spätgotische Kathedrale ist einen Besuch wert. Entlang weiter Wiesen, Wälder und Alleen führt unsere Fahrt weiter ostwärts nach Lancut, wo wir das Schloss besichtigen. Das im Frühbarock begonnene, dann mehrfach veränderte Prachtgebäude der Familie Potocki, zählt zu den schönsten Schlössern der Region. Prominente Gäste waren Ludwig XVIII. und Kaiser Franz Joseph. Sehenswert sind v.a. das entzückende Theater, der klassizistische Ballsaal und die Säulenhalle. In einem Nebengebäude wird die größte Kutschensammlung Europas gezeigt. Am späten Nachmittag Ankunft in Przemysl, der einstigen galizischen Handelsmetropole. Zwischen dem Oktober 1914 und dem Frühjahr 1915 wurde hier eine der größten Abwehrschlachten des Ersten Weltkrieges geschlagen, die österreichischen Soldaten der "Landesfestung Przemysl"  hielten der russischen Belagerung tapfer stand. Die Überreste der Festung sind nur schlecht begehbar, zumal das Bauwerk aus einer Vielzahl kleinerer Forts und Leitstände bestand,
welche zum Teil überwuchert oder gesperrt sind. Vom Burgberg haben wir allerdings eine herrliche Aussicht auf die malerische Altstadt, deren Erscheinungsbild stark von barocken Kirchtürmen geprägt wird. Übernachtung
im Schlosshotel Krasiczyn.

4. Tag: Von Przemysl nach Lemberg
Wir überqueren die polnisch - ukrainische Grenze (Wartezeit möglich!) und erreichen mittags Grodek, den ehemaligen Aufenthaltsort von Georg Trakl. Schließlich gelangen wir an diesem Tag nach Lemberg - die nun offizielle Hauptstadt der Westukraine. Sollte der alte Kaiser Franz Joseph wieder auferstehen, so sollte er hier logieren, denn ein Unterschied zu 1914 besteht, soweit es die Architektur anbelangt, kaum. Lemberg war nach Wien, Budapest und Prag die viertgrößte Stadt der Habsburgmonarchie. Als Hauptstadt und Verwaltungszentrum von Galizien und Lodomerien erlebte Lemberg eine Blütezeit Ende des 19. Jahrhunderts. Malerische Gässchen bilden das Zentrum einer wiederum durch Kirchen dominierten Altstadt und sich auf das österreichische Erbe der Stadt besinnende Lokalitäten heißen dann auch einmal "Café Alt Wien"  oder einfach "Franz Joseph" . Der Zauber der alten Handelsmetropole liegt in der Verschmelzung der verschiedenen Kulturen begründet. Juden und Polen, später dann immer mehr Ukrainer und Russen bildeten einen großen Teil der Bevölkerung.
Wir unternehmen einen ersten Rundgang durch die Altstadt (UNESCO Weltkulturebe).

5. Tag: Lemberg
Was ist Lemberg heute? Kein k.u.k. - Freilichtmuseum keine "typisch ukrainische"  Stadt, auch keine "rein polnische"  Stadt, sondern das Zentrum der Westukraine, die sich politisch nur bedingt und ökonomisch gar nicht der Zentral- und Ostukraine zugehörig fühlt. Wir unternehmen eine ausführliche Stadtbesichtigung, die am Hauptplatz der Altstadt beginnt. Drei prächtige Kirchen von drei  Religionsgemeinschaften warten auf unseren Besuch. Die Lateinische Kathedrale, eine der wenigen gotischen Baudenkmäler und die Orthodoxe. Der unerwartete Höhepunkt: die, zuvor viele Jahrzehnte verschlossene, armenische Kirche, deren
Jugendstilfresko noch heute viele Fragen aufwirft. Ebenfalls sehenswert: das prächtige Opernhaus und der beeindruckende Bahnhof, 1903 fertiggestellt. Am Nachmittag haben Sie Zeit für eigene Erkundungen.

6. Tag: Brody & Tarnopol
Wir fahren nach Brody. Joseph Roth & Brody: - wer könnte die beiden Namen voneinander trennen? Es mag bezweifelt werden, ob es das Interesse an Brody
heutzutage tatsächlich in jenem Ausmaße geben würde, so einer der größten österreichischen Schriftsteller hier nicht geboren und aufgewachsen wäre. Immer noch dominant ist das vormalige K.K. Kronprinz Rudolf-Gymnasium, welches heute natürlich nicht mehr so heißt, sondern den sehr prosaischen Namen "Oberschule Nr. 2"  trägt. Wir besuchen die kleine Joseph-Roth-Ausstellung und vielleicht führt die Deutschlehrerin zu den ehemaligen Wirkungsorten des Oberschülers Roth, Joseph, welcher, wie sie gerne aus alten Zeugnissen zitiert "in Deutsch bei etwas
mehr Fleiß, zu besseren Leistungen in der Lage wäre."  Ganz anders Tarnopol, wo wir einen ausführlichen Rundgang durch die Altstadt unternehmen.

7. Tag: Czernowitz
Betrachtet man die Anzahl jüdischer Witze, welche über Czernowitz und dessen (jüdische) Einwohner gemacht wurden, so gewinnt man den Eindruck, dass in der östlichsten "deutschen"  Stadt der Monarchie fortwährend gelacht wurde. Wenn auch
die interessante nationale Zusammensetzung der Bukowina, deren Hauptstadt Czernowitz bis 1940 war, für so manches Missverständnis im österreichischen Alltag sorgte, so war das Zusammenleben der vier großen Volksgruppen (Juden, Deutsche, Rumänen und Ukrainer) ein weitestgehend friedliches. Auch prosperierte hier das östliche Judentum, welches in Czernowitz Bedingungen vorfand, welche in
diesem geographischen Raume völlig neu waren. Es gab keine Pogrome, keine Verschleppungen durch Kosaken, keine fortwährenden Diskriminierungen und keine permanenten Schikanen durch die Armee. So nimmt es nicht wunder, dass eine Vielzahl der heute in Czernowitz noch sichtbaren Kulturbauten der k.u.k.- Epoche von Czernowitzer Juden finanziert wurden. Wir beginnen die Besichtigung am Ringplatz, dem Zentrum der Stadt und spazieren anschließend über die Herrengasse, deren Pflaster noch aus der Kaiserzeit stammt zum Geburtshaus von Paul Celan. Sehenswert ist das von den Wiener Architekten Helmer & Fellner errichtete Theater mit seiner prächtigen Fassade. Das bedeutendste Kulturerbe der Stadt ist der jüdische Friedhof, den wir am Nachmittag besuchen. Mit über 50.000 Gräbern zählt er zu den größten der Welt.  

8. Tag: Durch die Karpaten nach Kaschau
Nach dem Frühstück fahren wir durch die Karpaten nach Kosice (Kaschau) - ein langer Fahrttag, entschädigt werden wir durch wunderbare Natureindrücke. Spätabends Ankunft in Kaschau (Kosice). Die Stadt war ein der bedeutendsten und größten Städte des Königreichs Ungarn. Die Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) mit prächtigen Bürgerhäusern, Kirchen und Palästen ist wunderschön. 2013 wird Kaschau u.a. auch deshalb den Titel der EU Kulturhauptstadt tragen.

9. Tag: Kaschau - Wien
Wir unternehmen einen ausführlichen Rundgang durch die Altstadt. Die Dominante der Stadt ist zweifellos der aus dem 15. Jahrhundert stammende Elisabeth-Dom, die größte Kirche der Slowakei. Im Inneren können wir einen prächtigen Flügelaltar aus der Schule von Veit Stoß bewundern. Andere historische Sehenswürdigkeiten sind die Michaels-Kapelle, der Urban-Turm, das alte Rathaus und das  Bischofspalais. Rückreise nach Wien.

Hotel- und Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.


INFORMATIONEN:

EUR 175,-   Aufzahlung für Einzelzimmer

Inkludierte Leistungen:
+  Fahrt im Komfortbus
+  Straßensteuern und Mauten
+  8 Übernachtungen in guten Hotels (Kat. 3*/4*)
+  Halbpension
+  Besichtigungsprogramm lt. Reiseverlauf
+  Eintritte lt. Programm
+  Informationsmaterial
+  Reiseliteratur
+  Speziell qualifizierte örtliche Führer in Polen und der Ukraine
+  Qualifizierte Reiseleitung: Mag. Mojmir Stransky, Mag. Martin Friessenegg (Änderungen vorbehalten)

Teilnehmerzahl:  
15 bis max. 28 Personen

Hinweis:
Österreichische Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass. Ein Visum ist für die Ukraine nicht erforderlich.

Ihre Hotels:
Krakau / Chopin 4*
Przemysl, Krasiczyn / Schlosshotel 3*(*)
Lemberg / Hotel Dnister 4*
Czernowitz / Hotel Bukovina 4*
Kosice / Hotel Yasmin 4*

Veranstalter  
In Kooperation mit Ruefa Studienreisen


Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Galizien - auf den Spuren der K.u.K Monarchie 25.05.2013-02.06.2013 1190.00
 
Galizien - auf den Spuren der K.u.K Monarchie 06.07.2013-14.07.2013 1190.00
 
Galizien - auf den Spuren der K.u.K Monarchie 10.08.2013-18.08.2013 1190.00
 
Galizien - auf den Spuren der K.u.K Monarchie 07.09.2013-15.09.2013 1190.00
 


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