Reisen

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SUDAN  
Nubische Dörfer & Schwarze Pharaonen




Mit dieser umfassenden Reise wollen wir Ihnen ein bisher - zu Unrecht - selten besuchtes Land zeigen. Wir sehen die bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes: das christlich-nubische Alt-Dongola, Kerma, die Tempelanlagen von Soleb, Sedenga und Seseby, den Jebel Barkal als das spirituelle Zentrum der Kuschiten und seine Nekropolen, die steilwandigen Pyramiden von Meroe, die rätselhafte Kultstätte von Musawarrat es-Sufra und den "römischen" Kiosk von Naga. Der pulsierende Markt von Omdurman ist ein Eldorado für Liebhaber von Kuriositäten und lädt zu Begegnungen mit nahezu allen im Sudan lebenden Ethnien ein.  
Da außerhalb von Khartoum kaum eine touristische Infrastruktur vorhanden ist hat diese Reise Expeditionscharakter. Die Fülle an Sehenswürdigkeiten aus den verschiedensten Epochen und die landschaftliche Schönheit des fruchtbaren Niltals und der unmittelbar daran angrenzenden Wüste rechtfertigen diesen Verzicht an Komfort und Bequemlichkeit.  

1. Tag: Wien - Khartoum  
Voraussichtlich abends Abflug von Wien via Doha nach Khartoum.

2. Tag: Khartoum und Omdurman  
Ankunft in Khartoum und Transfer ins Hotel. In Omdurman besichtigen wir das als Museum eingerichtete Haus des Khalifa und sehen das Mausoleum des Mahdi, bevor es zum großen lebhaften Markt in Omdurman geht. Am späteren Nachmittag fahren wir zur Qubba des Scheichs Hamad an-Nil, um die öffentlichen Tänze (dhikr) der Qadiriya-Derwische miterleben zu können, die hier jeden Freitag stattfinden. Fahrt ins Hotel. (Hotel, A)

3. Tag: Khartoum - Wadi Milk  
Am Vormittag Besichtigung des Nationalmuseums (falls geöffnet); auf dem Freigelände sind einige vor den Fluten des Stausees gerettete und hier wieder aufgebaute Tempelanlagen (Tempel von Buhen und Semna) zu sehen. Gegen Mittag verlassen wir Khartoum und fahren durch die Bayuda-Wüste Richtung Debba. Nächtigung im Wadi Milk. (Zelt, FMA)

4. Tag: Wadi Milk - Alt-Dongola  
Mit einer Fähre queren wir den Nil und gelangen nach Alt Dongola. Wir sehen die Ruinen des christlichen Königreiches Makuria - Kapitelle mit christlichen Motiven und Fundamente von Basiliken.  In unmittelbarer Umgebung befindet sich auch ein großer islamischer Friedhof mit zahlreichen mittelalterlichen Gräbern - Kuppelbauten die man für Sufis errichtet hatte. Neuerlich setzen wir mit einer Fähre über den Nil bevor wir nach Dongola kommen. Auf der Westseite des Nils fahren wir weiter nordwärts. Unterwegs haben wir gute Chancen auf Kamelkarawanen zu treffen, die der berühmten "40-Tage-Route"  Darb - El Arbeen folgen um die Kamelmärkte in Ägypten zu erreichen. Wir campieren in der faszinierenden Landschaft des 3. Kataraktes nahe dem Nil. (Zelt, FMA)

5. Tag: 3. Katarakt - Soleb - Sedenga
Auf der Wüstenroute - wo wir neuerlich gute Chancen haben Kamelkarawanen zu sehen - fahren wir nach Soleb. Wir besichtigen den bedeutendsten Tempel von Amenhotep III. auf nubischem Boden,  sehen die prachtvollen Papyrusbündelsäulen und als Relief die Darstellung der Riten des Sed-Festes (anlässlich des 30jährigen Regierungsjubiläums des Herrschers). Etwas weiter im Norden befinden sich die spärlichen Überreste des Tempels von Sedenga, den Amenhotep III. für seine Gemahlin Teje errichten hat lassen. In der Umgebung gibt es noch eine Reihe von Nekropolen aus napatanischer Zeit. Wir fahren noch ein weiteres Stück nach Norden und nächtigen nahe einer großen Sanddüne. (Zelt, FMA)

6. Tag: Insel Sai - Sesebi  
Mit einem kleinen Boot geht es hinüber auf die Insel Sai. Dort sind wir auf der Ladefläche eines Pick-ups unterwegs und gelangen zu einem großen Ruinenfeld aus der ägyptischen Mamelukkenzeit. Zu sehen sind aber auch zahlreiche Steine aus pharaonischer Zeit, die später neuerlich verbaut wurden. Nach der Besichtigung geht es mit dem Boot wieder zurück auf das andere Nilufer. Für die Rückfahrt entscheiden wir uns für die Strecke entlang des Nils, wo sich zahlreiche kleine nubische Dörfer befinden. Auffallend sind die bunt bemalten Türen und Fenster der nubischen Häuser. Bei einem Rundgang durch ein Dorf werden wir von vielen, sehr freundlichen Nubiern begleitet werden und bekommen vielleicht auch einmal eine Einladung auf einen Tee. Entweder schlagen wir unterwegs unsere Zelte auf oder nächtigen in einem nubischen Haus etwas vor Sesebi. (Zelt, FMA)

7. Tag: Sesebi - Tumbus
Weiter nach Sesebi, einer ägyptischen Kolonialstadt aus dem Neuen Reich, wo wir den großen Tempel aus der Zeit Echnatons besichtigen. Danach queren wir mit einer Fähre neuerlich den Nil und setzen ans östliche Nilufer über. Auf der Weiterfahrt durch eine fast unwirkliche Landschaft mit zahlreichen Steinblöcken, gelangen wir zu den Resten einer einfachen christlichen Kirche - El Messaida - aus der Frühzeit des Christentums. Nahe Tumbus, wo sich die bekannte liegende Granitstatue des Pharao Taharqa und einige pharaonische Inschriften befinden, campieren wir in einer faszinierenden Wüsten-Landschaft mit bizarren Gesteinsformationen. (Zelt, FMA)

8. Tag: Tumbus - Kerma - Kawa
Weiterfahrt durch dicht besiedeltes Gebiet nach Kerma, der Hauptstadt des nubischen Reiches im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. Wir besichtigen die westliche Backsteinruine ("deffufa" ) - diese gehört zu den ältesten Tempelanlagen der Welt. In unmittelbarer Nähe haben Archäologen unter der Leitung des Schweizers Charles Bonnet im Jänner 2003 einen sensationellen Fund gemacht - sieben absichtlich zerstückelte Pharaonenstatuen aus der 25. Dynastie. Falls schon geöffnet besuchen wir das neue Museum.  Weiter durch zahlreiche Dörfer gelangen wir nach Kawa, wo wir in einem kleinen Dünenfeld nächtigen werden. Die spärlichen Überreste des Tempels von Kawa sind großteils vom Sand wieder zugeweht worden. (Zelt, FMA)

9. Tag: Kawa - Kerima - El Kurru - Jebel Barkal
Auf einer neuen Straße geht es in schneller Fahrt nach Kerima, einem wichtigen Bahnknotenpunkt. Nach einem kurzen Bummel über den Markt nehmen wir hier auch unser Mittagessen ein. Danach geht es auf einer staubigen Piste durch zahlreiche Dörfer und fruchtbare Palmengärten nach El Kurru. Hier besichtigen wir die älteste Nekropole des kuschitischen Reiches und können in zwei besonders schön bemalte Königsgräber hinabsteigen. Genächtigt wir in der Nähe des Jebel Barkal. (Zelt, FMA)  

10. Tag: Jebel Barkal - Nuri - Kloster el-Ghazali
Frühmorgens Aufstieg (ca. 40 Minuten Gehzeit) auf den Jebel Barkal, von wo wir einen fantastischen Blick auf das fruchtbare Niltal und die umgebende Wüste genießen können. Nach dem Blick aus der Vogelperspektive auf den großen Amun-Tempel gehen wir hinunter und besichtigen diesen. Auf der neuen Brücke fahren wir ans andere Flussufer um dort zum Pyramidenfeld von Nuri zu gelangen. Die meisten Pyramiden sind ziemlich verfallen, im Mittelpunkt befindet sich die Taharqa-Pyramide. Nächtigung in der Wüste nahe des Klosters el-Ghazali. (Zelt, FMA)

11. Tag: El-Ghazali
 - Bayuda-Wüste - Atbara - Meroe 
Wir queren auf der neuen Straße neuerlich die abwechslungsreiche Bayuda-Wüste. Bei Atbara übersetzen wir wieder mit unseren Fahrzeugen auf der Fähre den Nil und gelangen via Ad-Damer nach Meroe. In unmittelbarer Nähe der Pyramiden stellen wir unser Lager auf. Von einer Sanddüne aus können wir den Sonnenuntergang hinter den Pyramiden der kuschitischen Nekropole beobachten. (Zelt, FMA)

12. / 13. Tag: Meroe - Naga  
Vormittag besichtigen wir das mit über 40 Pyramiden größte Pyramidenfeld im Sudan. Anschließend Fahrt nach Musawarrat es-Sufra, der größten archäologischen Anlage des Sudans. Zu den wichtigsten Gebäuden gehört der Tempel des Löwengottes Apedemak, der von Archäologen wieder vollständig aufgebaut wurde. Herrliche Reliefs zieren die Außenwände. Apedemak fand auch in Naga große Verehrung, wo wir den Löwentempel aus der meroitischen Zeit sehen. Weiters besichtigen wir den Amun-Tempel mit der Allee aus Widdersphinxen und den "römischen Kiosk" , in dem sowohl pharaonische als auch hellenistisch-römische Bauformen zu finden sind. Im Umfeld eines 80 m tiefen antiken Brunnens, der den Nomaden der Region nach wie vor als Wasserstelle dient, übernachten wir in unseren Zelten. (2x Zelt, 2x FMA)

14. Tag: Naga - Khartoum 
In rascher Fahrt geht es zurück in die Hauptstadt Khartoum, wo wir um die Mittagszeit eintreffen werden. Zum Abschluss der Reise können wir bei einem Spaziergang über den Markt von Omdurman das afrikanische Flair genießen beziehungsweise letzte Souvenirs, Gewürze, erstehen. (Hotel, FMA)

15. Tag: Khartoum - Wien  
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Wien.  


ACHTUNG:
Wir haben in den letzten Jahren mehrfach Sudan-Reisen problemlos durchgeführt. Betreffend der aktuellen Sicherheitslage vor Ort sind wir mit unserem Partner in ständigen Kontakt und gelangen auch auf dieser Reise nicht in die Krisenregionen Darfur, die Grenzgebiete zum Südsudan und zu Eritrea).  
Wir möchten Sie extra auch auf die Sicherheitshinweise des Österreichischen Außenministeriums hinweisen. Der folgende Auszug stammt vom 12.03.2012:

Partielle Reisewarnung! (seit 08.01.2004) 
Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Eritrea und nach Darfur sowie in den Südsudan und in alle Saharagebiete wird gewarnt.  
Am 30.01.2011 hat die sudanesische Armee in Schlüsselteilen der Hauptstadt Khartoum Stellung bezogen. Es wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen großräumig zu meiden und sich gegebenenfalls direkt an Botschaften von anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu wenden.
Hohes Sicherheitsrisiko für den Rest des Landes 
Reisen in den Sudan sollten generell auf ihre Notwendigkeit geprüft werden. In Khartum sollten die Aussenbezirke nach Möglichkeit gemieden werden. Österreichische Reisende in den Sudan werden vor Reiseantritt ersucht, sich mit der zuständigen Österreichischen Botschaft in Kairo bzw. dem Bürgerservice des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten unter der Tel. Nr. +43/ 50 11 50 - 4411 in Verbindung zu setzen.  
Trotz des Abschlusses des Abkommens zwischen der Regierung und der SPLA im Süden des Landes besteht nach wie vor ein hohes Sicherheitsrisiko. Es besteht die Möglichkeit terroristischer Anschläge, die sich gegen westliche Ausländer und Hotels, die von westlichen Ausländern frequentiert werden, richten können. Dieses Risiko hat sich aufgrund des Haftbefehls des Internationalen Strafgerichthofs gegen den sudanesischen Präsidenten, des kontroversen Wahlergebnisses über die Unabhängigkeit des Südsudans, sowie der Status der Abyei-Region erhöht. Geplante Reisen in den Sudan sollten nach Möglichkeit bis auf weiteres verschoben und die Entwicklung der Lage abgewartet werden.  
Weite Teile des Landes sind oder waren rezent Schauplatz von Kämpfen zwischen bewaffneten Gruppen bzw. mit der sudanesischen Armee, insbesondere in Darfur, aber auch im Ostsudan an der gesperrten Grenze zu Eritrea. Immer wieder kommt es auch zu Unruhen. Zuletzt gelang es bewaffneten Rebellengruppen Mitte Mai 2008, bis ins Stadtgebiet von Omdurman vorzudringen. Schwere Kämpfe in dieser Vorstadt von Khartum waren die Folge. Auch wenn sich die Lage seitdem beruhigt hat, kann eine Wiederholung solcher Vorkommnisse nicht ausgeschlossen werden.  
In Dafur kam es in letzter Zeit immer wieder zu Entführungen ausländischer EntwicklungshelferInnen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in Hinkunft zu einer Zunahme von Entführungen von AusländerInnen im Sudan kommt.  
Für Reisen ausserhalb des sog. 3-Städtegebietes Khartum-Khartum North-Omdurman sind im Sudan zu beantragende Bewilligungen vorgeschrieben. Das Fotografieren im Sudan ist nur mit einer speziellen Bewilligung des Ministry of Culture & Information gestattet. Eine besondere Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche ist unbedingt zu empfehlen (dies gilt insbesondere für das strikte Alkoholverbot). Freizügige Kleidung, Drogenbesitz und Trunkenheit sollten tunlichst vermieden werden, da dies nach den strengen moslemisch beeinflussten Gesetzen mit Haft oder Prügelstrafe geahndet werden kann.  
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.


INFORMATIONEN:

EUR 160,-  Aufzahlung für Einzelzimmer
EUR 120,-  Zuschlag für Kleingruppe (6-9 Personen)


Inkludierte Leistungen:
  • Flüge, Taxen  
  • Visum inklusive Besorgung  
  • Pass-Registrierung in Khartoum  
  • Besichtigungen und Transfers lt. Programm  
  • alle Eintrittsgebühren lt. Programm  
  • 2x Nächtigung in einem 3*-Hotel in Khartoum  
  • 11x Nächtigung im Zwei-Personen-Zelt (selbst aufzustellen) oder in nubischen Privathäusern  
  • Verpflegung wie tageweise angegeben, ARR-Reiseleitung  

Teilnehmerzahl: 6 bis 14 Personen


Bezeichnung Termin Preis pro Person ab
Sudan - Nubische Dörfer & Schwarze Pharaonen 17.11.2013-01.12.2013 2620.00
 


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